Yang Taijiquan

TAI JI: das Geheimnis, sich loszulassen

Der Yang-Stil ist mit einer der am meisten verbreitesten Taiji-Stile.

Bänsch neuDer berühmte Taijimeister Yang Luchan (1799-1872) entwickelte diesen Stil aus dem Chen Taijiquan. Er wurde dann durch seine zwei Söhne Yang Banhou und Yang Jianhou weiter-entwickelt. Aber erst sein Enkel Yang Chengfu (1883-1936) erkannte, dass das Tai Chi langsam an Bedeutung verliert und hat dadurch die schwierigen Kampfpassagen entnommen und den Schwerpunkt auf die Gesundheit gelegt.  Seit dem ist der Yang-Stil in der ganzen Welt bekannt geworden und beliebt.

Tai Ji, auch als Schattenboxen bekannt, gehört zu den traditionellen und gesundheitsfördernden Sportarten Chinas. Obwohl das Tai Ji ursprünglich dem Kampf ohne Waffe diente, haben sich seine gesundheitsfördernden Eigenschaften im Laufe einiger Jahrhunderte herauskristallisiert.

Im Tai Ji folgt eine Bewegung der anderen in einem natürlichen Fluss von Rythmus und Harmonie; daher das Grundprinzip des Tai Ji:

Das Starke und Harte wird durch das Schwache und Weiche überwunden‘.

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Der Körper befindet sich während des Tai Ji in einer natürlichen, entspannten Haltung. Die runden, sanften und geschmeidigen Bewegungen werden mit der ruhigen und gelassenen Atmung kombiniert. Der Geist ist ruhig und aufmerksam zugleich, das Bewusstsein steuert den Körper und die Bewegungen.

Im Jahre 1956 gab die chinesische Regierung mehreren Tai Ji-Meistern den Auftrag eine leicht zu erlernende Tai Ji–Form zusammenzustellen, um somit möglichst vielen Menschen die Lehre des Tai Ji zugänglich zu machen. Diese Form, bestehend aus 24 Bewegungsabläufen, ermöglicht die Pflege von Körper und Geist.

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“Tai Ji Quan mit 24 Folgen“ (auch Peking-Form genannt) wurde zu der meist praktizierten Tai Ji-Form Chinas, da sie von jeder Altersgruppe erlernt und ausgeführt werden kann. Auch im Westen ist diese Form eine der meist praktiziertesten Tai Ji Form.

Zu den Tai Ji-Formen können auch Waffenformen, wie z.B. Schwert, Säbel-oder Langstock, gehören, die ebenfalls das Erlernen und Umsetzen der Prinizipien der traditionellen chinesischen Bewegungslehre ermöglichen.

Wer den Menschen kennt, ist klug,
wer sich selbst kennt, ist erleuchtet.
Wer andere besiegt, ist stark,
wer sich selbst besiegt ist ein Held.
Wer sich durchsetzt hat Willen,
wer in sich Genüge kennt, ist reich.
(Laotzi)